Wenn ich an diese vier Tage im Ahorn Ballpark zurückdenke, dann ist das Erste, was mir in den Kopf kommt, kein einzelner Spielzug – sondern ein Geräusch.
Ein durchgehendes, lebendiges, mitreißendes Geräusch aus Lachen, Anfeuern, Jubel und purem Baseball-Feeling.
Rund 62 Kinder und insgesamt 14 Coaches kamen zum Westfalenbande U12 Ostercamp zusammen – und schon bei der Ankunft war klar: Hier steckt Energie drin. Die Kids wurden von ihren Eltern gebracht, sprangen aus den Autos, voller Vorfreude, voller Tatendrang. Man hat ihnen angesehen: Die wollen raus auf den Platz. Die wollen spielen.
Ich durfte dieses Camp als Koordinator begleiten – und was sich dann über vier Tage entwickelt hat, war weit mehr als „nur“ ein Trainingscamp.
Natürlich haben wir intensiv gearbeitet. In vier Gruppen ging es durch unterschiedlichste Einheiten – von Ground Balls über Fly Balls bis hin zu Base Running sowie spezifischem Training für Pitcher und Catcher. Jede Gruppe hatte zwei Einheiten am Tag: erst die Grundlagen, dann die Umsetzung im Spiel. Aber das Entscheidende war nie nur das „Was“, sondern immer das „Wie“.
Denn auf diesem Feld wurde nicht einfach nur Baseball unterrichtet.
Es wurde gelehrt, gelernt, hart trainiert und insbesondere viel gelacht. Und genau das hat man gespürt und gehört. Trotz anfänglich wechselhaftem Wetter wurde die Stimmung von Tag zu Tag besser – fast so, als hätte sich das Wetter unserer Energie angepasst. Und dann kam dieser letzte Tag.
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Es fühlte sich an wie ein vollbesuchtes Fußballstadion.
Beim „Easter Baseball Bash“, bei dem die zuvor gedrafteten Teams gegeneinander antraten, war plötzlich alles da: Spannung, Emotionen, Lautstärke. Eltern saßen in den voll besetzten Tribünen und Bänken oder standen am Spielfeldrand, feuerten an. Kinder schrien ihre Teams nach vorne. Coaches waren mittendrin, voll im Tunnel. Über Stunden lag ein Lärmpegel über dem Platz, der weit über das Gelände hinaus zu hören war.
Aber es war nicht einfach nur laut – es war lebendig.
Genau dieser Spirit war es, den wir die ganze Woche über aufgebaut hatten.
Gemeinschaft. Verantwortung. Miteinander.
Die Teams wurden bewusst altersgemischt zusammengestellt, sodass die Älteren Verantwortung für die Jüngeren übernehmen konnten. Und genau das ist passiert. Man hat gesehen, wie Spieler gewachsen sind – nicht nur sportlich, sondern auch als Persönlichkeiten. Am Ende gewann Team 2 den Easter Baseball Bash – aber ganz ehrlich: Das war an diesem Tag fast nebensächlich. Gewinner waren wir alle.
Auch abseits des Feldes war das Camp etwas Besonderes. Die Kinder, die im Hotel übernachteten, erlebten gemeinsame Abende voller Aktivitäten, Gespräche und natürlich jeder Menge Spaß. Diese Momente sind es, die Teams wirklich zusammenschweißen. Und genauso wichtig: die Versorgung.
Ein stark organisiertes Mittagessen und frisches Obst zwischendurch haben dafür gesorgt, dass alle genug Energie für diese intensiven Tage hatten.
Wenn ich dieses Camp in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wäre es dieser:
Man konnte es nicht nur sehen – man konnte es hören und fühlen.
Ein riesiges Dankeschön geht an alle Eltern, die ihre Kinder unterstützt haben, an unsere großartigen Coaches, die mit so viel Leidenschaft dabei waren, und natürlich an die Kids selbst – ihr habt dieses Camp zu etwas ganz Besonderem gemacht. Ebenso bedanken wir uns beim Ahorn Sportpark und den Untouchables Paderborn für die hervorragende Unterstützung.
Ich freue mich jetzt schon auf unser nächsten Event,
Stefan Fechtig, Koordinator der Westfalenbande.